Die Kunst des Erzählens - Der diskrete Charme des Jean-Claude Carrière
regie
Thomas Böltken
autor
Thomas Böltken
kamera
Thomas Böltken
produktion
ostlicht filmproduktion GmbH

Die Kunst des Erzählens - Der diskrete Charme des Jean-Claude Carrière Eine unterhaltsame, witzige und kluge Reise in das Universum des bedeutendsten europäischen Drehbuchautors.

Die App Die Kunst des Erzählens - Der diskrete Charme des Jean-Claude Carrière ist eine Reise durch das Universum eines Genies. Treffen Sie den bedeutendsten Drehbuchautor des europäischen Kinos und erfahren Sie von ihm wie es war, mit Luis Bunuel oder Milos Forman zu arbeiten, hören Sie, warum Brigitte Bardot schwierige Stuntszenen lieber ohne Double drehte oder warum man seinen Vater töten, seine Mutter vergewaltigen und sein Vaterland verlassen muß, um ein gutes Drehbuch zu schreiben.

Jean-Claude Carrière hat über 120 Drehbücher geschrieben, davon wurden mehr als 60 zu Filmklassikern - er ist der bedeutendste Drehbuchautor des europäischen Kinos. 

Monsieur Carrière, wie haben Sie das gemacht? Auf unserer Reise erleben wir einen sehr charmanten, überaus wortgewandten und doch bescheidenen Denker bei der Arbeit. In seinen Augen ist die Welt, so wie sie offen vor uns liegt, ein unermessliches Geschenk, das es bis ins Kleinste zu ergründen gilt. Diese Erkenntnis verdankt Carrière seiner ersten Lektion bei Jacques Tati, bei dem er vor über fünfzig Jahren als Gagschreiber begann.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert beobachtet Carrière die Welt nun auf diese Weise. Mit den einfachsten Worten, jedoch umso eindringlicher, erzählt er uns von den verschiedenen Arten des Lachens, des Weinens, der Furcht, der Liebe, des Lügens, des Verlangens und des sexuellen Begehrens, die unser Leben ausmachen. 

Was ist eine Geschichte? Es passiert etwas und danach ist nichts mehr so, wie es vorher war. Von Homer bis zu Tarantino und den Coen-Brüdern hat sich viel verändert, aber noch viel mehr ist gleich geblieben. Das Abenteuer des Geschichtenerzählers gleicht einer Erkundung der menschlichen Seele. Und es ist auch ein politisches Statement, die Erzählung aus der geschulten Beobachtung der Welt zu beziehen. Carrière vertraut seinen Figuren und gibt ihnen die Möglichkeit, sich ihrer bewußt zu werden, auch wenn sie am Ende sterben müssen.